Ein paar Links auf die Schnelle

6. Mai 2009

Eine Morphing-Collage, von der man den Blick nicht wenden kann: 80 Years of Women in Film

(HD-Version hier. Gefunden durch einen Link bei ankegroener.de)

Das führt zu einem Nebenstrang des großen Themas “Frauen und Film”: Ein Interview mit Sasha Grey, der 21-jährigen Pornodarstellerin mit künstlerischen und cinephilen Ambitionen, die der Star von Stephen Soderberghs neuem Film The Girlfriend Experience ist. Der Fragesteller geht an das Interview mit der offensichtlichsten, einfallslosesten und biedersten Strategie heran: Er konfrontiert sie mit den nicht sehr nach Filmkunst klingenden Titeln ihrer bisherigen Karriere – und betont, noch nie einen Pornofilm gesehen zu haben. Mir scheint, auch dieser Versuch, vom Schmuddel-Star zur Schauspielerin zu werden, wird scheitern.

Obiges Gespräch wird besonders interessant, wenn man es mit dem Interview vergleicht, das die kürzlich verstorbene Marilyn Chambers 1977 geführt hat, als sie den Sprung ins seriöse Fach versuchte. Andere Zeiten, andere Sitten – hier ist der Journalist alles andere als forsch, sie dagegen entwaffnend offen:

Außer mir kennt das wahrscheinlich schon jeder, aber dennoch: Joe Dantes Website Trailers from Hell ist für mich die Entdeckung des Monats. Vorschauen von teilweise sehr merkwürdigen Filmen, darunter einige mit tollen Trashmonstern, werden nicht nur gesammelt und dem Vergessen entrissen, sondern auch von Filmemachern kommentiert. Man kann die Trailer jeweils ohne und mit Audiokommentar ansehen. Mein Liebling bisher: The Green Slime

Making Of” ist ein neues Web-Projekt, hinter dem die Schauspielerin Natalie Portman und die Unternehmerin Christine Aylward stecken. Oder für das jene ihren Namen gegeben hat und diese die Geschäfte führt. Keine Ahnung, auf den ersten Blick klingt die Sache jedenfalls interessant. In der Selbstdarstellung heißt es:

“MakingOf is a behind-the-scenes Web portal that provides an intimate, fresh look into the process of creating entertainment by the insiders themselves. Our mission is to champion the art and craft of entertainment creation. We started MakingOf because we realized that so much of what goes into entertainment creation is unavailable to the people who love and consume it the most. We wanted to give fans a way to experience that creation and learn from the insiders.”

Das könnte – ich betone: könnte – zu einem interessanten Blick hinter die Kulissen werden und zu einem lehrreichen Werkstattgespräch. Muss aber nicht. Könnte auch einfach eine PR-Maschine für Hollywood werden – schließlich sollen hier Leute über ihre Arbeit reden, die selbige zugleich verkaufen wollen. Der Titel “Making Of”, der mich an die zahllosen erkenntnisfreien Pseudo-Dokumentationen über die Entstehung von Spielfilmen denken lässt, macht jedenfalls erst einmal skeptisch.

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