22 Momente 2008

20. Dezember 2008

Keine Best-Of-Liste, sondern eine subjektive Erinnerung an 20 22 Kinomomente, die sich eingeprägt haben. Ausgewählt aus jenen 88 in diesem Jahr angelaufenen Filmen, die ich gesehen habe – in der Reihenfolge ihres Starttermins:

Die nordkoreanische Filmvorführerin in der Doku Comrades in Dreams – Leinwandfieber, die Propaganda und landwirtschaftliche Lehrfilme zeigt, die aber am Schluss spielerisch-subversiv am Bug eines kleinen Schiffes steht, im schönsten mir bekannten Titanic-Zitat, als Königin der Kolchose.
Owen Wilsons „Can we agree on that?“ in The Darjeeling Limited:
Darjeeling
Das menschenleere New York in I am Legend.
Der radikale Schluss von Der Nebel, der von schierem Entsetzen zu tiefer Hoffnungslosigkeit und wieder zurück wechselt.
Der brennende Bohrturm und die schleppend vorwärtspreschende Musik von Jonny Greenwood in There Will Be Blood.
Die Auto-Verfolgungsjagd im Regen in Helden der Nacht – We own the Night, ein lustvoller Orientierungsverlust.
Die Beatles-Parodien in I’m not there und Walk Hard: Die Dewey Cox Story.
Das Hamburgertelefon in Juno.
Die eigenen Tränen beim Ansehen von Schmetterling und Taucherglocke, die ausnahmsweise nicht das schale Gefühl von Manipulation hinterließen.
Die großartige und interessantere der Bruni-Schwestern, Valeria Bruni-Tedeschi, die in Actrices – Oder der Traum aus der Nacht davor einem femden Baby die Brust gibt.
Der Schock durch den unvermittelten Anblick eines abgetrennten Torsos in Paranoid Park.
Das Wiedersehen mit der damals, 1981, angebeteten Karen Allen in Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels.
Die Flamenco-Szene in Happy-Go-Lucky.
„Hey, what else can we do now? Except roll down the window and let the wind blow back your hair …“ In The Dark Knight der Moment, in dem der Joker seinen Kopf aus dem Fenster des gestohlenen Polizeiwagens hält und den Fahrtwind genießt.
Das Gefühl, in Couscous mit Fisch bei der Familie mit am Tisch zu sitzen, und die verdeckte Lüsternheit der alten Männer beim Bauchtanz.
Der Geriatrie-Witz aus Wolke 9: Wie vögeln 80-Jährige? Sie macht einen Handstand und er hängt ihn oben rein.
Die neckisch, neurotisch und nackt umherhüpfende Juliette Binoche in Trennung.
Last Man on Earth meets Planet der Affen meets Chaplin meets Bambi: die ersten 20 Minuten von Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf.
Der harte Schnitt in Lornas Schweigen, von Hoffnung zu totaler Finsternis, und wie lange man braucht, um das zu realisieren – während man Lorna dabei zusieht, wie sie einen Schrank ausräumt.
Zwei betrunkene, verliebte Freaks und ein Song von Barry Manilow: Das „Can’t-Smile-Without-You“-Duett in Hellboy – Die goldene Armee:


Die Parallelmontage zwischen Karoline Herfurth und Corinna Harfouch gegen Ende von Im Winter ein Jahr. Und der Blick in den Himmel, der merkwürigerweise gar nicht peinlich ist.

Eine Antwort to “22 Momente 2008”

  1. […] (22 Momente 2008) Verfasst von tfunke Eingeordnet unter Aktuelle Filme ·Schlagworte: Filmlisten Kommentar schreiben » […]

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