Woody statt Weihnachten

4. Dezember 2008

An Weihnachtsfilmen aus Hollywood lässt sich ziemlich gut ablesen, was die Studios glauben, ihrem Publikum zumuten zu können. Das ist heute mehr als früher, aber viel ist es immer noch nicht. Heute können zwar Babyköpfe gegen Türen knallen und Omas über Blow-Jobs reden. Für 80 von knapp 90 Minuten kann die Familie als solche auch die reine Hölle sein. Aber dann, bitteschön, müssen sich alle schnell die Hände geben, und das mit der Fortpflanzung sollte auch geklappt haben. Eine solche Rundum-Sorglos-Wendung ist erstens dramaturgisch selten sauber herzuleiten und zweitens hinterlässt sie immer das Gefühl, der Film wolle sich unbedingt bei den einen anbiedern, ohne die anderen zu vergraulen. Lieber Weihnachtsmann, bring also bitte viele Frank-Capra-DVDs mit, denn mit diesen neuen Filmen lässt sich wenig anfangen!

Die Weihnachtsfilme waren von Frank Capra, und erst das Christkind …

Früher war alles besser: Die Weihnachtsfilme waren von Frank Capra, und erst das Christkind …

Trotzdem: Ein recht ordentlicher Weihnachtsfilm, der sich dann leider weniger traut als zu Beginn behauptet, ist Mein Schatz, unsere Familie und ich, über den ich drüben bei critic.de geschrieben habe. Wer aber auf Weihnachtsfilme verzichten kann, und das sind vermutlich hoffentlich viele, sollte Vicky Cristina Barcelona den Vorzug geben, dem neuen Werk von Woody Allen. Auch der ist heute angelaufen und verdient viele Zuschauer. Warum, das habe ich bereits vor einiger Zeit dargelegt.

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