Oper und Film

8. Oktober 2008

In seiner kürzlich erschienenen Autobiographie „Licht, Schatten und Bewegung“ schreibt Volker Schlöndorff darüber, 

„… wie sehr Film die Fortsetzung der Oper ist. Beide sprechen Unbewusstes und Emotionen unmittelbarer und weniger diskursiv als Theater an. Beide setzen Musik ein, um uns einzustimmen, um lyrische Passagen zu verzögern, um Höhepunkte hochzupeitschen, sie ausklingen und nachwirken zu lassen, um sie später mit wenigen Takten wieder in Erinnerung zu rufen“.

Oft ist ein Film aber keine Fortsetzung, sondern nur die Kopie einer konventionell inszenierten Oper, die man sich zum ungleich geringeren Eintrittspreis ansehen kann. Wenn Anna Netrebko darin auftritt, ist das vielleicht noch nicht einmal das Schlechteste. Meine Kritik zu „La Bohème“ (Robert Dornhelm, Kinostart 23.10.08) steht bei critic.de.

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