Mein Festival-Fazit:
Überragend:
- –
Sehenswert:
- Puffball (Nicolas Roeg, siehe Foto oben)
- Tyson (James Toback)
- Reach for Me (LeVar Burton)
- Choke (Clark Cregg)
Fast gelungen:
- Die Glücklichen (Jan Georg Schütte)
- Big Heart City (Ben Rodkin)
- On the Doll (Thomas Mignone)
Enttäuschend:
- Love Live Long (Mike Figgis)

Schwangere in saftigem Grün: Kelly Reilly in Nicolas Roegs "Puffball". Foto: FF Oldb
Insbesondere an „Puffball“ waren die Erwartungen natürlich groß. Nicolas Roegs erster Kinofilm seit vielen Jahren ist auch in der Tat gut, aber nicht das Meisterwerk, das man von ihm insgeheim erhofft hat. Vieles ist ein Konglomerat aus Elementen seiner früheren Filme (Mädchen mit roter Kappe, Verlust eines Kindes, Restaurierung eines alten Gebäudes), auch ein wenig von Peckinpahs „Straw Dogs“ und von Polanskis „Rosemaries Baby“ klingt an. Kelly Reillys Brüste sind in einer Sexszene zu sehen, aber das Interessanteste sind vielleicht die in jeder Sexszene (insgesamt gibt es drei, wenn ich richtig mitgezählt habe) Mikroskopaufnahmen von Sperma im Uterus und von einem sich bewegenden Penis im Frauenleib.
Mit dem Filmesehen (Tage eins und zwei jeweils fünf, Tag drei das Toback-Interview und zwei Filme, einschließlich Abschlussgala) war ich vollauf beschäftigt. Gerne hätte ich mehr Zeit gefunden, schon vom Festival aus zu bloggen, oder mehr Interviews zu machen. Aber jeder verpasste Film ist wie ein kleiner Nadelstich, und wer will schon akupunktiert im Kino sitzen?
